Zwei Orte auf Pellworm lohnen sich besonders für einen Besuch. Der Leuchtturm Pellworm im Südteil der Insel wurde 1907 gebaut, ist rund 40 Meter hoch und steht auf 127 Eichenpfählen, die bis zu 14 Meter tief in den Boden reichen. Er ist besteigbar und bietet von der Aussichtsplattform einen weiten Blick über das Wattenmeer. Seit 1998 befindet sich im Leuchtturm ein Standesamt – bei seiner Eröffnung das erste seiner Art auf einem deutschen Leuchtturm.
An der Westküste, im Bereich Alter Koog, steht die Alte Kirche St. Salvator (Alte Kirche 5, 25849 Pellworm). Die romanische Kirche wurde um 1200 errichtet und überstand die Burchardiflut von 1634, die den Westteil der damaligen Insel Strand zerstörte und Pellworm als eigenständige Insel entstehen ließ. Im Inneren befinden sich ein spätgotischer Klappflügelaltar aus dem 15. Jahrhundert, eine Bronzetaufe von 1475 und eine Arp-Schnitger-Orgel aus dem Jahr 1710/11. Im Sommer finden dort wöchentliche Orgelkonzerte statt, teils bei Kerzenschein. Die Turmruine daneben – der Kirchturm stürzte 1611 teilweise ein – ist heute Brutplatz für Turmfalken.
Wer sich für die Geschichte des Wattenmeers interessiert, findet im Rungholtmuseum Bahnsen (Westerschütting 2, 25849 Pellworm) Funde aus mittelalterlichen Siedlungen rund um Pellworm: Münzen, Waffen und menschliche Überreste aus dem Watt. Das Inselmuseum in Tammensiel zeigt die Geschichte der Insel mit Schwerpunkt auf dem Deichbau.