Dangast ist seit 1795 ein Nordseebad und gilt als eines der ältesten seiner Art in Deutschland. Durch die Lage auf einem eiszeitlichen Geestrücken braucht der Ort keinen Schutzdeich, was einen freien Blick auf den Jadebusen ermöglicht.
Ein lohnenswerter Anlaufpunkt ist das Franz-Radziwill-Haus an der Sielstraße 3. Der Maler Franz Radziwill lebte dort von 1923 bis zu seinem Tod 1983, das Haus ist seit 1987 öffentlich zugänglich und gilt als eines der wenigen im Originalzustand erhaltenen Künstlerhäuser Europas. Geöffnet ist es mittwochs bis freitags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt liegt bei etwa 6 Euro, Kinder und Schulklassen haben freien Eintritt. Die aktuelle Ausstellung 2026 trägt den Titel „Himmel und Meer – Radziwills Seestücke" und läuft bis Januar 2027.
Direkt am Strand liegt das Kurhaus Dangast, das seit 1884 als Familienbetrieb geführt wird. Es ist bekannt für seinen hausgemachten Rhabarberkuchen und Friesentee und beherbergt Originalkunstwerke im Innenraum. Vom Kurhaus aus führt der Dangaster Kunstpfad als kostenloser Rundweg durch den Ort, mit Reproduktionen von Gemälden an ihren Originalschauplätzen. Der Pfad erstreckt sich bis nach Butjadingen.
Am Kurhausstrand steht außerdem der sogenannte Grenzstein, eine 4,6 Tonnen schwere Granitskulptur von Eckart Grenzer aus dem Jahr 1984, die die Grenze zwischen Strand und Watt markiert und als lokales Wahrzeichen gilt.
Vom Dangaster Hafen an der Sielstraße starten Schiffsfahrten mit der MS Etta zu den Seehundbänken im Jadebusen und zum Leuchtturm Arngast, der vom Strand aus sichtbar ist.