Ein Wochenende reicht, um die wichtigsten Facetten Zeelands zu erleben — je nach Wetter und Interesse in sehr unterschiedliche Richtungen. Bei Sonnenschein zieht es die meisten an den Strand: Der 20 Kilometer lange Sandstrand bei Renesse auf Schouwen-Duiveland gehört zu den längsten der Niederlande, während die Strände bei Domburg und Zoutelande auf Walcheren kleiner und ruhiger sind. Familien fahren zum Deltapark Neeltje Jans, dem Themenpark auf der künstlichen Insel Neeltje Jans direkt am Oosterscheldekering, dem größten Sturmflutwehr der Niederlande mit 65 Pfeilern und neun Kilometern Länge. Paare, die Kultur suchen, besteigen den Abteiturm „Lange Jan" in Middelburg für den Panoramablick über Deiche und Dächer und schlendern danach zum Marktplatz. Wer Natur bevorzugt, radelt durch das Dünen- und Waldgebiet De Manteling van Walcheren zwischen Domburg und Vrouwenpolder oder paddelt auf dem Veerse Meer, dem Binnensee zwischen Walcheren und Noord-Beveland. Am Abend empfiehlt sich ein Tisch in einem der Hafenrestaurants in Yerseke: Zeeuwse Creuse-Austern und Miesmuscheln aus der Region kommen hier direkt vom Kai auf den Teller, die Muschelsaison läuft von Ende Juni bis März.
Bei Regen lohnt ein Besuch im Watersnoodmuseum in Ouwerkerk, das in vier originalen Betonkästen untergebracht ist, die 1953 nach der großen Flutkatastrophe zur Deichabdichtung eingesetzt wurden. Alternativ öffnet das MuZEEum in Vlissingen seine Türen zur Seefahrtsgeschichte der Provinz, und die SPA Domburg im Badhotel Domburg ist täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet, auch für Tagesgäste ohne Hotelzimmer.