Ein Wochenende reicht, um die wichtigsten Orte der Insel zu sehen – vorausgesetzt, ihr plant die Reihenfolge klug. Den Morgen des ersten Tags solltet ihr der Grotta Azzurra widmen: Die Blaue Grotte an der Nordwestküste öffnet nur bei ruhiger See, und Ruderboote fahren durch eine kaum zwei Meter breite Öffnung in die 54 Meter lange Höhle, deren Wasser durch eine Unterwasseröffnung im Fels in leuchtendem Blau erstrahlt. Nachmittags lohnt der Aufstieg zur Villa Jovis auf der Ostspitze der Insel: Die Ruine der größten Kaiservilla des Tiberius, erbaut zwischen 27 und 37 n. Chr., ist rund 45 Minuten zu Fuß vom Zentrum entfernt und bietet einen weiten Blick über den Golf von Neapel.
Am zweiten Tag geht es nach Anacapri, der ruhigeren Gemeinde im Westen. Der Sessellift ab der Piazza della Vittoria bringt euch auf den Monte Solaro (589 m), den höchsten Punkt der Insel, mit Panoramablick bis zur Amalfiküste. Auf dem Rückweg lohnt ein Abstecher in die Villa San Michele, das Museum des schwedischen Arztes Axel Munthe, dessen Terrasse die Insel von oben zeigt. Die Faraglioni, die drei markanten Kalksteinfelsen vor der Südostküste, sieht man am besten von den Giardini di Augusto aus, die Friedrich Alfred Krupp um 1900 anlegen ließ und die zehn Gehminuten von der Piazzetta entfernt liegen.