Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft prägt den Darß stärker als jede einzelne Sehenswürdigkeit. Wer die Halbinsel besucht, kommt an ihm kaum vorbei – und das ist kein Nachteil. Der naturbelassene Weststrand zwischen Ahrenshoop und Prerow liegt vollständig im Nationalpark: kein Kiosk, keine Toiletten, kein Trubel. Zugänglich ist er nur zu Fuß oder per Rad, was ihn von den meisten Ostseeständen unterscheidet.
Am nördlichsten Punkt der Halbinsel steht der Leuchtturm Darßer Ort, 1849 in Betrieb genommen und aus roten Ziegeln gebaut. Er ist seit 1995 wieder besteigbar und liegt rund sieben Kilometer von Prerow entfernt – erreichbar nur ohne Auto, also zu Fuß, per Rad oder per Pferdekutsche. Direkt daneben befindet sich das NATUREUM am Darßer Ort, eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, das über Flora, Fauna und die Landschaftsentwicklung im Nationalpark informiert.
In Ahrenshoop auf dem Fischland lohnt sich ein Besuch im Kunstkaten, einer der ältesten Galerien Norddeutschlands. Das Haus wurde 1909 erbaut und zeigt ganzjährig wechselnde Ausstellungen zur Künstlerkolonie Ahrenshoop sowie zeitgenössischer Kunst. Die Künstlerkolonie selbst besteht seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Wer von Ahrenshoop aus weiter nach Wustrow fährt, erreicht die 395 Meter lange Seebrücke, die 1994 eröffnet wurde.
Auf dem Bodden zwischen Halbinsel und Festland sind traditionelle Zeesboote mit dunkelroten Segeln unterwegs – historische Fischerboote, für die es Fahrten und Regatten gibt, unter anderem am Wiecker Hafen.