Der Museumshafen Carolinensiel ist der naheliegendste Ausgangspunkt für einen ersten Rundgang. Seit 1987 liegen dort historische Plattbodenschiffe und Segler, und ein Museumsweg mit Informationstafeln führt durch die Ortsgeschichte. Direkt am Hafenbecken stehen drei denkmalgeschützte Häuser, die das Deutsche Sielhafenmuseum bilden: das Groot Hus, ein ehemaliger Getreidespeicher von 1840 mit einer Dauerausstellung zur Hafengeschichte, das Kapitänshaus von 1803, das das Leben von Schifferfamilien zeigt, und die Alte Pastorei, in der das Nationalpark-Haus Carolinensiel untergebracht ist. Der Eintritt ins Nationalpark-Haus ist frei, und dort gibt es ein offenes Meerwasseraquarium mit Seesternen, Krabben, Flundern und Scholle sowie Angebote zu Wattwanderungen und Kutterfahrten.
Ebenfalls am Hafen steht die Deichkirche Carolinensiel, erbaut 1776. Sie gilt als weltweit einziges christliches Gotteshaus auf einem Deich und trägt im Inneren drei Schiffsmodelle als Votivgaben. Wer von dort die Harle-Promenade entlangläuft, erreicht nach etwa zwei Kilometern den Strand in Harlesiel, vorbei an der Friedrichsschleuse, dem Yachthafen und mehreren Cafés und Teestuben. Auf dem Deich steht außerdem ein Galerieholländer aus dem 18. Jahrhundert, der damals Schiffen als Landmarke diente. Das Äußere ist vollständig erhalten, die Flügel wurden erneuert, und im Untergeschoss gibt es eine Ausstellung zur Geschichte der Mühle.