Das bekannteste Ziel in der Umgebung ist die Basteibrücke, eine 76,5 Meter lange Sandsteinbrücke aus dem Jahr 1851, die mit sieben Bögen eine 40 Meter tiefe Schlucht überspannt. Sie liegt rund 1,4 Kilometer zu Fuß von Niederrathen entfernt und gehört zur Bastei-Felsformation auf 305 Metern Höhe, von der aus man einen weiten Blick über das Elbtal, den Lilienstein und die Festung Königstein hat. Direkt auf dem Basteifelsen befindet sich außerdem die Felsenburg Neurathen, die Ruine der größten mittelalterlichen Felsenburg der Sächsischen Schweiz, entstanden um 1250 und ganzjährig zugänglich.
Wer lieber im Tal bleibt, folgt dem Amselgrund vom Ortskern Niederrathen aus zum Amselsee, einem Stausee aus dem Jahr 1934. Dort gibt es einen Bootsverleih mit Ruderbooten. Der klassische Rundwanderweg führt von Rathen über die Bastei, durch die Schwedenlöcher zurück zum Amselsee – eine klammartige Felsenschlucht mit rund 700 Stufen, deren Name auf den Dreißigjährigen Krieg zurückgeht. Die Runde ist etwa fünf bis sieben Kilometer lang.
Auf der anderen Elbseite, in Oberrathen, lohnt sich ein Besuch der Eisenbahnwelten im Kurort Rathen am Elbweg 10. Die Anlage gilt als weltweit größte Garteneisenbahnanlage mit über 7.000 Quadratmetern Fläche, rund 5.200 Metern Gleis und bis zu 40 gleichzeitig fahrenden Zügen im Maßstab 1:22,5. Nachgebildet ist die Eisenbahnlandschaft der Oberelbe zwischen Děčín und Meißen mit 28 Bahnhöfen und 285 Gebäuden. Die Anlage ist barrierefrei und von Anfang April bis Anfang November dienstags bis sonntags geöffnet, montags ist Ruhetag außer an Feiertagen. Der Eintritt liegt bei etwa 9 Euro für Erwachsene.