Ein guter Einstieg in die Geschichte des Sees ist das Besucherzentrum Geiseltalsee in der Zentralwerkstatt Pfännerhall in Braunsbedra (Grubenweg 4). Die Dauerausstellung zeigt, wie das Geiseltal über Jahrzehnte abgebaut wurde und was dabei an Fossilien zum Vorschein kam, darunter der Fund eines europäischen Waldelefanten. Vor dem Gebäude steht ein großer roter Elefant, der das Zentrum weithin sichtbar macht. Im Geiseltal Café gibt es mittags warme Küche.
Direkt nebenan liegt die 190 Meter lange Seebrücke Braunsbedra an der Marina, von der aus die MS Geiseltalsee zu Seerundfahrten ablegt. Die Fahrt dauert 75 Minuten, der Kapitän erklärt dabei die Entstehungsgeschichte des Sees und die Natur am Ufer. Das Schiff ist seit 2019 in Betrieb und fährt ab der Adresse An der Seebrücke 12 in Braunsbedra.
Auf der anderen Seite des Sees, am Westufer, lohnt sich ein Abstecher zum Weinberg Goldener Steiger. Auf rund sechs Hektar ehemaliger Rekultivierungsfläche wächst seit etwa dem Jahr 2000 Wein, darunter Müller-Thurgau, Weißburgunder, Traminer und Cabernet Mitos. Das Deutsche Weininstitut zeichnete den Weinberg 2020 als „Schönste Weinsicht" im Weinanbaugebiet Saale-Unstrut aus. Der Eintritt ist frei, allerdings gibt es keinen direkten PKW-Zugang. Der ausgeschilderte Parkplatz zwischen Stöbnitz und Klobikau liegt rund 1,2 Kilometer entfernt. Wer nicht laufen möchte, nimmt die Weinbergbahn: Die Touristenbahn fährt von April bis Ende Oktober mittwochs bis sonntags ab der Marina Mücheln (Strandallee 1) mit Zwischenstopp am Strand Stöbnitz bis zur Endstation am Weinberg.
Am Rundweg um den See stehen drei Aussichtstürme: Seeblick Klobikauer Höhe, Pauline und Leonhard, jeweils rund 14 Meter hoch. Der asphaltierte Rundweg ist insgesamt etwa 25 bis 28 Kilometer lang und eignet sich zum Radfahren, Wandern und für Inline-Skating. Fahrräder lassen sich an der Marina Mücheln ausleihen.