Der bekannteste Anlaufpunkt ist die Edertalsperre in Hemfurth-Edersee. Die Sperrmauer wurde zwischen 1908 und 1914 aus rund 300.000 Kubikmetern Bruchstein gebaut, ist etwa 400 Meter lang und 48 Meter hoch. Im Mai 1943 wurde sie durch eine britische Rollbombe im Rahmen der Operation Chastise beschädigt und bereits im September desselben Jahres wiederhergestellt. Abends wird die Mauer mit LED-Beleuchtung angestrahlt. Direkt daneben eröffnete im April 2023 das Besucherzentrum Edersee, dessen Architektur an den Querschnitt der Sperrmauer angelehnt ist. Im Inneren läuft ein 15-minütiger Film über die Geschichte des Sees, und ein Panoramafenster gibt den Blick auf die Mauer frei.
Wer mehr über die Geschichte des Sees erfahren möchte, sollte bei Niedrigwasser – typischerweise im Spätsommer oder Herbst – die versunkenen Dörfer des Edersee Atlantis aufsuchen. Beim Bau des Stausees wurden die Dörfer Asel, Berich und Bringhausen geflutet, rund 900 Menschen mussten umsiedeln. Bei ausreichend niedrigem Wasserstand sind Mauerreste, Brücken, Friedhöfe und die Aseler Brücke sichtbar und teilweise betretbar. Geführte Touren lassen sich über die Edersee Touristic GmbH buchen.
Auf dem Nordufer thront Schloss Waldeck, erstmals 1120 urkundlich erwähnt. Vom Schloss aus hat man einen weiten Blick über den gesamten See. Im Schloss befinden sich ein Museum, wechselnde Ausstellungen und ein Restaurant. Der Ort Waldeck selbst ist staatlich anerkannter Luftkurort mit einem 18-Loch-Golfplatz.