Das Herzstück der Stadt ist die Kurpromenade rund um die Hauptkolonnade. Der neobarocke Gusseisenbau aus dem Jahr 1889 ist mit rund 119 Metern Länge die längste Kurkolonnade Tschechiens und seit 2010 nationales Kulturdenkmal. Im Sommer finden dort Kurkonzerte statt, die Deckenfresken und Buntglasfenster lohnen auch bei schlechtem Wetter einen Blick.
Direkt davor steht die Singende Fontäne, ein Konzertbrunnen aus Edelstahl und Stein, der täglich zu jeder ungeraden Stunde zwischen 7 und 22 Uhr in Betrieb ist. Ab 21 Uhr kommt eine Farblichtprojektion dazu. Die Fontäne läuft von Ende April bis Anfang November.
Gleich nebenan befindet sich die Kreuzquelle, die älteste Quelle Marienbads, in einem klassizistischen Pavillon. Das stark mineralisierte Wasser wird traditionell zur Behandlung von Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen eingesetzt und kann direkt vor Ort getrunken werden.
Wer sich für die Geschichte der Stadt interessiert, findet am Goetheplatz das Stadtmuseum Marienbad im ehemaligen Hotel „Zur Goldenen Traube". Johann Wolfgang von Goethe wohnte dort 1823 und schrieb nach dem Aufenthalt die „Marienbader Elegie". Teile des damaligen Inventars sind noch erhalten.
Etwas außerhalb des Zentrums, erreichbar per Kabinenseilbahn, liegt der Boheminium-Park mit über 75 detailgetreuen Modellen tschechischer Baudenkmäler im Maßstab 1:25 – darunter Burg Karlštejn und Schloss Lednice. Der Park wurde 1999 gegründet und zählt jährlich über 130.000 Besucher.