Der naheliegendste Ausgangspunkt für einen Kurztrip nach Ehrwald ist die Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald-Obermoos. Die Pendelseilbahn überwindet in rund zehn Minuten 1.725 Höhenmeter und bringt bis zu 100 Personen pro Kabine auf den Westgipfel der Zugspitze auf 2.950 Meter. Oben gibt es eine Panoramaterrasse mit Sicht auf vier Länder sowie ein Gipfelmuseum. Die erste Anlage wurde bereits 1926 eröffnet – die Zugspitzbahn war damals die zweite Seilbahn Österreichs. In der Talstation befindet sich außerdem ein Technikschauraum.
Wer lieber wandert, fährt mit der Ehrwalder Almbahn vom Ortsrand auf die Ehrwalder Alm auf 1.502 Meter. Von dort führen Wege zum Seebensee auf rund 1.657 Metern – ein Hochgebirgssee mit 6,5 Hektar Fläche, der in der Eiszeit entstanden ist – und weiter zum Drachensee auf über 1.900 Metern oberhalb der Coburger Hütte. Beide Seen sind nur zu Fuß erreichbar. Eine etwas kürzere Alternative ist die Gamsalm Ehrwald auf rund 1.300 Metern: Die Rundtour startet am Parkplatz Ponöfen, ist etwa 9,8 Kilometer lang und dauert rund drei Stunden.
Im Ort selbst lohnt sich ein Blick in die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung am Kirchplatz. Das heutige Gebäude stammt aus den Jahren 1728/29 und wurde 1784 nach einer Erweiterung eingeweiht. Sehenswert ist das Deckengemälde „Glorreicher Rosenkranz". Wer sich für die Geologie der Region interessiert, findet im Ehrwalder Heimatmuseum in der Innsbrucker Straße 16 Exponate zum lokalen Bergbau und zum Gestein Ehrwaldit – ein schwarzes, porphyrähnliches Gestein, das 1866 im Lehnbachgraben entdeckt wurde.