Der Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang ist die Vieille Ville, die mittelalterliche Altstadt mit gepflasterten Gassen, Arkaden und Gebäuden aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Autoverkehr ist in den engen Gassen gesperrt, was das Erkunden zu Fuß angenehm macht. Dienstags, freitags und sonntags findet auf der Place Saint-François ein Wochenmarkt statt, auf dem unter anderem Reblochon de Savoie angeboten wird – der regionale Weichkäse, der als Basis der Tartiflette bekannt ist.
Mitten durch die Altstadt fließt der Fluss Thiou, in dem das Palais de l'Isle steht: ein mittelalterliches Gebäude aus dem 12. Jahrhundert auf einer kleinen Insel, das früher als Gefängnis und Zollstation diente und heute ein Museum zur Stadtgeschichte beherbergt. Der Eintritt liegt bei rund 4 Euro.
Oberhalb der Altstadt thront das Château d'Annecy, eine Burg aus dem 12. bis 16. Jahrhundert, die einst Residenz der Grafen von Genf war. Heute ist sie ein Museum mit Sammlungen zu alpiner Archäologie, regionaler Kunst und der Tierwelt des Sees. Von der Panoramaterrasse aus hat man einen direkten Blick auf Altstadt und See. Der Eintritt beträgt rund 6,50 bis 7 Euro.
Vom Château führt der Weg hinunter zur Esplanade du Pâquier, der breiten Uferpromenade am Lac d'Annecy. Von dort gelangt man über den Pont des Amours – eine eiserne Fußgängerbrücke von 1907 – in die Jardins de l'Europe, einen englischen Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert mit über 600 Laubbäumen und Spielplätzen direkt am Seeufer.