Kappeln ist der Hauptort der östlichen Schleiregion und ein guter Ausgangspunkt für einen Kurzurlaub. Am Hafen liegt der einzige noch intakte Heringszaun Europas – eine Fischfanganlage, die seit dem 15. Jahrhundert in Betrieb ist und unter Denkmalschutz steht. Gut sichtbar ist er von der Schleibrücke und vom Hafen aus. Im Museumshafen liegen über 30 alte Traditionssegler, und die Klappbrücke verbindet die Landschaften Angeln und Schwansen – sie öffnet sich von April bis Oktober stündlich für den Schiffsverkehr.
Einen Abstecher wert ist die Holländermühle Amanda am Stadtrand von Kappeln. Die 1888 erbaute Windmühle ist mit 32 Metern die höchste Schleswig-Holsteins und beherbergt im Inneren ein historisches Sägewerk von 1895. Von Mai bis Oktober ist sie montags bis donnerstags kostenlos zugänglich.
Am westlichen Ende des Fjords lohnt sich ein Besuch im Wikinger Museum Haithabu bei Schleswig. Das Museum zeigt Runensteine, Schmuck, Münzen und ein rekonstruiertes Wikingerschiff. Dazu gehört ein Freilichtmuseum mit sieben rekonstruierten Häusern eines Wikingerdorfes. Haithabu und das Danewerk gehören seit 2019 zum UNESCO-Welterbe.
Wer einen ruhigeren Ausflug sucht, fährt nach Arnis – der kleinsten Stadt Deutschlands mit unter 300 Einwohnern auf einer Halbinsel in der Schlei, rund 3 Kilometer südlich von Kappeln. Die Schifferkirche aus dem Jahr 1673 liegt direkt am Schleiufer und ist im Inneren mit Votivschiffe ausgestattet. Auf der gegenüberliegenden Seite des Fjords liegt das Dorf Sieseby auf der Halbinsel Schwansen, das als Flächendenkmal geschützt ist und reetgedeckte Fachwerkhäuser sowie eine Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert besitzt. Im Sommer ist Sieseby per Linienschiff erreichbar.