Das wichtigste Ziel in Granada ist die Alhambra, eine Palast- und Festungsanlage auf einem Hügel über der Stadt. Sie umfasst die Alcazaba aus dem 9. Jahrhundert, die Nasridenpaläste aus dem 13. und 14. Jahrhundert sowie den Palast Karls V. aus der Renaissance. Seit 1984 gehört die Anlage zum UNESCO-Weltkulturerbe. Tickets sind ausschließlich online buchbar und oft Wochen im Voraus vergriffen – wer einen Kurzurlaub plant, sollte die Karten frühzeitig über die offizielle Ticketseite sichern. Der Eintritt für Erwachsene liegt bei etwa 39 Euro, Kinder unter 12 Jahren kommen kostenlos rein. Im Regelticket enthalten sind auch die Generalife-Gärten, die Sommerresidenz der Nasriden-Sultane mit Terrassenanlagen, Kanälen und Springbrunnen östlich der Alhambra.
Direkt unterhalb der Alhambra liegt der Mirador de San Nicolás im Viertel El Albaicín, dem ältesten Stadtteil Granadas. Von diesem Aussichtspunkt auf dem höchsten Punkt des Albaicín blickt man direkt auf die Alhambra, dahinter erhebt sich die Sierra Nevada. Das Viertel selbst ist ein UNESCO-Weltkulturerbe mit verwinkelten Gassen, alten Zisternen und erhaltenen Stadttoren wie der Puerta Elvira. Die Minibuslinien C2 und 34 ab der Plaza Nueva fahren ins Viertel, da die engen Gassen für normale Pkw kaum zugänglich sind.
Im Zentrum lohnt sich ein Besuch der Capilla Real, der gotischen Grabstätte der Katholischen Könige Isabella I. und Ferdinand II., die direkt neben der Renaissance-Kathedrale Santa María de la Encarnación steht. Südlich davon befindet sich die Alcaicería, das ehemalige maurische Basarviertel mit Kunsthandwerk. Wer historische Architektur abseits der großen Touristenströme sucht, findet am Paseo de los Tristes das El Bañuelo, eines der besterhaltenen arabischen Bäder Spaniens aus dem 11. Jahrhundert.