Das bekannteste Ziel ist die Reichsburg Cochem, eine Höhenburg auf einem Felskegel mehr als 100 Meter über der Mosel. Im Mittelalter als Zollburg genutzt, wurde sie 1689 durch französische Truppen zerstört und zwischen 1868 und 1877 im neugotischen Stil wiederaufgebaut. Seit 1978 gehört sie der Stadt. Besichtigungen sind nur mit Führung möglich, eine Tour dauert etwa 40 Minuten, der Eintritt liegt bei rund 10 Euro für Erwachsene. Der Fußweg vom Marktplatz hinauf zur Burg dauert etwa 10 bis 15 Minuten.
Der Marktplatz selbst ist das Zentrum der Altstadt: Das Barockrathaus von 1739, der Martinsbrunnen und die umliegenden Fachwerkhäuser mit Weinstuben und Cafés prägen das Bild. Von dort führen Kopfsteinpflastergassen zu den drei erhaltenen Stadttoren – Enderttor, Balduinstor und Martinstor – sowie zum kleinen Durchgang namens Fuchsloch.
Wer einen Panoramablick auf Stadt, Burg und Mosel sucht, nimmt die Cochemer Sesselbahn ab der Endertstraße. Die Bahn überwindet auf 255 Metern Streckenlänge 155 Höhenmeter und führt auf den Pinnerberg zum Aussichtspunkt Pinnerkreuz, wo es auch ein Terrassencafé gibt.
Ein ungewöhnliches Ziel befindet sich im Ortsteil Cond: der Bundesbank-Bunker, rund 30 Meter unter der Erde. Der atomsichere Bunker wurde zwischen 1962 und 1964 gebaut und lagerte im Kalten Krieg etwa 15 Milliarden D-Mark einer geheimen Ersatzwährung. Besichtigungen finden mit Führung statt, ein Shuttle fährt ab dem Endertplatz. Der Eintritt beträgt rund 10 Euro für Erwachsene und etwa 5 Euro für Kinder zwischen 10 und 17 Jahren.